Aufgrund der Tatsache, dass in den Jahren 2003-2006 mehrere Texelbetriebe im norddeutschen Raum auf maedi-unverdächtige Tiere ungestellt haben (größtenteils auch aus Westfalen stammend), ist die Blutlinienvielfalt doch recht eingeschränkt worden.
 
 
Hieraus resultiert ein entscheidender Schritt, dessen Grundstein bereits im Jahre 2006 gelegt wurde. Es musste ein Bock aus dem europäischen Ausland importiert werden, um „frisches Blut“ zu bekommen.
 
 
Die Entscheidung fiel hierbei auf Groß-Britannien und so wurden im Jahre 2007 zwei Muttertiere, ein Lammbock und ein Jährlingsbock importiert, um dem deutschen Texel einen neuen Impuls zu geben: die Verbesserung der Muskelpartien und der Wolle, zwei entscheidende Beurteilungskriterien bei Texelschafen, wobei letztere eine untergeordnete Rolle spielt.
 
   
Über die Jahre wurden verschieden Böcke eingesetzt. Immer mal wieder auf deutsche oder französische Blutlinien zurückgegriffen, doch schlussendlich wurde im Dezember 2012 erneut ein typvoller Texelbock „Procters Son ET“ und ein tragendes Muttertier GB aus England importiert. Beide Tiere stammen aus dem Embryonen-Transfer und sind wie alle anderen Tiere im Bestand G1 & MOF.